Was früher der Radikalinksi, grüne oder rote Spinner,
Kommunist, Linksextremist oder Rechtsextremist war, ist zur Zeit der „Verschwörungstheoretiker“.
Und wie mit diesen alten Begriffen machen es sich die leicht, die diesen
diffamierenden Begriff verwenden. Verfügen sie nicht über die notwendige
Intelligenz und/oder das nötige Wissen, um sich mit politischen Gegnern
argumentativ auseinander zu setzen und deren Argumente zu widerlegen? Ein
Argument setzt sich halt, seit es die alten griechischen Philosophen so
definiert haben, zusammen aus einer oder mehreren Begründungen (Prämissen) und
der Schlußfolgerung (Conclusio). Das Argumentieren ist die Königsdisziplin der
Debatte, nicht jeder beherrscht sie. Also schreit der Depp „Verschwörungstheorie“,
wenn ihm was nicht passt, es aber nicht widerlegen kann. Andere verwenden den Begriff
bewußt, weil sie Menschen in den Augen der Bürger*innen herabsetzen wollen, die
sie politisch loswerden oder „kaltstellen“ wollen, ohne sich mit deren
Argumenten beschäftigen zu müssen. Erfunden hat die „Verschwörungstheorie“ der
amerikanische Geheimdienst CIA, der damit alle Kritiker zum Schweigen bringen
wollte, die den Bericht der sogenannten Warren-Kommission über den Mord an John
F. Kennedy argumentativ auseinander genommen hatten. Argumentativ konnte der
CIA die Ungereimtheiten dieses Berichts nicht erklären. Seitdem hat der Begriff
eine große Karriere hinter sich gebracht, weil die Regierenden aller Herren
Länder immer mehr Ungereimtheiten, Lügen, Widersprüche und politische Märchen
angehäuft haben, die sie nicht mehr argumentativ zu erklären vermögen. Sie
erfinden dann lieber Verschwörungstheorien wie „John F. Kennedy wurde von Lee
Harvey Oswald ermordet“, was inzwischen dutzendfach widerlegt worden ist.
Mein politischer Rat: Jagt die politischen Rattenfänger davon, zerstört alle hierarchischen Machtstrukturen, begründet eine volkssouveräne Demokratie, unterstellt die Wirtschaft eurem politischen Primat, mischt euch nicht in die Angelegenheiten anderer Völker ein und seid ein Volk der guten Nachbarn.
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