
Mit diesem Thema war Florian Pfaff in
Bayreuth auf Einladung der neuen Bürgerinitiative „Wir wollen reden – Bayreuth“
zu Besuch, am 23.05.2024 im Restaurant Quetschn. Er hat eine bewegte
Vergangenheit als Offizier der Bundeswehr hinter sich, aus der man in Wikipedia
findet: „Am 20. März 2003 verweigerte er einen Befehl. Eine Mitwirkung an
dem Irakkrieg sah er, damals Angehöriger des Streitkräfteamtes, durch seine
Mitarbeit im Bundeswehr-Softwareprojekt SASPF als gegeben an. Nach einer
einwöchigen (am 20. März 2003 angeordneten) psychiatrischen Untersuchung, bei
der sich kein krankhafter Befund ergab, befahlen ihm seine Vorgesetzten, die
Prüfung zu unterlassen, ob er an Verbrechen mitwirke. Diesem widersetzte er
sich. Letztlich blieb auch der Versuch, ihn fristlos zu entlassen, erfolglos.
Am 21. Juni 2005 sah sich Florian Pfaff durch das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG)
rehabilitiert. Die zuvor vom Truppendienstgericht Nord in Münster
ausgesprochene, jedoch nie rechtswirksame Dienstgradherabsetzung wurde
aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft stellte das Ermittlungsverfahren (wegen
Gehorsamsverweigerung und Ungehorsams) gegen ihn ein.“ Nach seiner
Auffassung hatte sich die Bundeswehr damals im Zuge des Irakkrieges von den
Gesetzen losgesagt, um nur noch militärischen Zielen folgen zu können. Im Jahr
2013 wurde er in den Ruhestand versetzt, zwischen 2003 und 2013 wurde er nicht
mehr befördert. Heute ist er Sprecher des Darmstädter Signals. Das ist
ein Zusammenschluss aktiver und ehemaliger Offiziere, Unteroffiziere und
Zivilbeschäftigter der Bundeswehr, die sich der Friedensbewegung verbunden
fühlen. Man sieht, dieser Florian Pfaff hat mehr Zivilcourage als das ganze
Volk der Bürgerkinderchen in Summe.
Zur
Ukraine:
Was die USA in der Ukraine wirklich wollen,
habe der US-amerikanische Geostratege und Sicherheitsexperte George Friedman beim
chicago council on global affairs 2015 offen gesagt: Aus Sicht der USA müsse
man Deutschland und Russland trennen, weil sie zusammen als einzige die Macht
der USA gefährden könnten. Die USA bauten deshalb um Russland herum einen
cordon sanitare auf. Russland solle nur etwas beschädigt oder verletzt werden,
aber nicht zerschlagen. Die USA seien nicht etwa friedliebend und für eine
multipolare Welt, sondern sie seien gegen die multipolare Welt. Das konnte man hier
also wunderschön auch sehen, dass er einfach sagt, es geht um Macht und
Powerprojection und das eigentliche Ziel sei, Deutschland und Russland zu trennen
und zu schwächen mit dem Hintergedanken natürlich, dann gegen China zum Schluss
vorgehen zu können. Sehr viel klarer könne man nicht sagen, was zurzeit läuft. Der
Ukraine-Krieg wurde, so Florian Pfaff, bereits 2014 mit dem Putsch geplant,
indem man gesagt hat, wir machen jetzt, wie in vielen Ländern davor, eine neue Change-Operation.
Die Ostausdehnung der NATO wurde auch gegen das eigene Versprechen, das nicht
zu tun, durchgeführt. Die Medien lügen, wenn sie das abstreiten. Sie stellen
die Ukraine auch fälschlicherweise als Demokratie dar. Dabei war die Ukraine
nie eine Demokratie und heute sei sie eine lupenreine Diktatur. Die Opposition ist
verboten, Selenskyj sei seit 20.05.2024 widerrechtlich Präsident.
Zu
den Medien:
Auch die Journalisten seien
dem Druck ihrer Vorgesetzten und Verleger ausgesetzt. Sie müssten
unterschreiben, dass sie nichts „Böses“ oder „Schlechtes“ schreiben gegen den
großen und den kleinen Bruder. Wenn sie die volle Wahrheit berichten, werden
sie möglicherweise entlassen.
Der Spiegel habe beispielsweise in seinem
Bericht über das Stahlwerk Asow bewusst gelogen, indem er schrieb, dass dort
keine Zivilisten festgehalten worden seien. Dabei habe es Zeugen gegeben, die
auch öffentlich gesagt hatten, daß sie festgehalten worden seien. Trotzdem habe
man die Russen für Dinge beschuldigt, die sie gar nicht getan haben.
Ein anderes Beispiel für die verlogene
Berichterstattung der Medien sei Butscha. Der Bürgermeister von Butscha sagte
am 31.03.2022, daß die Russen weg sind. Auf Videos zu diesem Beitrag sind keine
Leichen zu sehen. Erst am 02.04.2022 waren dann die Leichen da, also nach dem
Abzug der Russen. Die Leichen seien hindrapiert worden, in ihrer unmittelbaren
Nähe lagen russische Hilfspakete herum. Ihn habe das sehr nachdenklich gemacht:
Lieferten die Russen Hilfspakete an die Zivilbevölkerung, um sie danach zu erschießen?
Ein weiterer Medienskandal sei ihr Umgang mit
der Taurus Affäre gewesen. Die Medien hätten nicht über die völkerrechtswidrige
Aktion deutscher Generäle berichtet, die mit dem geplanten Einsatz von Taurus-Marschflugkörpern
gegen die russische Krim einen Angriffskrieg vorbereitet hätten, sondern, mit
riesiger Empörung, vorzugsweise darüber, daß die konspirative Verabredung zu
einem Kriegsverbrechen abgehört worden sei. Statt aber gegen das
kriegsverbrecherische Handeln der deutschen Generäle vorzugehen, habe der
deutsche Verfassungsschutz den Phänomenbereich „Delegitimierung des Staates“ erfunden,
um gegen alle vorzugehen, die sich immer noch trauen, die Kriegsverbrechen
staatlicher Repräsentanten zu berichten.
Mit seiner derzeitigen Politik habe sich
Deutschland gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung verschworen, um nur
noch den imperialen Interessen des US-Imperiums an der Erhaltung seiner unilateralen
Hegemonie zu dienen. Vor allem grüne Politiker wie Robert Habeck („Wir wollen
führend dienen“) und Annalena Baerbock („Die Meinung meiner WählerInnen
interessieren mich nicht“) hätten das offen gesagt. Diese Politik habe bereits
zu einer massiven Deindustrialisierung und zur Verarmung großer Teile der
deutschen Bevölkerung geführt.