Montag, 16. Februar 2026

Wie lange schweigen die Guten noch?

 Die Frage, gestellt in einem Artikel der Nachdenkseiten, ist naiv. Die „Guten“ haben immer geschwiegen. Solange Hitlers Armee einen erfolgreichen „Blitzkrieg“ gegen die Völker Osteuropas führte, haben sie nicht nur geschwiegen, sondern Beifall geklatscht. Erst als die Armeen Russlands die deutschen Nazis Richtung Deutschland zurücktrieben, rührte sich leiser Unmut: “Wie isses nun bloß möglich“ heißt es in einer deutschen Nachkriegserzählung. Von Reue keine Spur: “Wir haben das doch alles gar nicht gewusst“, zu den Judenmorden. Obwohl es jeder wusste.  
In neuerer Zeit haben sie zu den Einschränkungen der Grundrechte während der Corona-Fake-Pandemie geschwiegen und/oder die Diffamierung der Kritiker nach Kräften unterstützt, sie schweigen zum Völkermord in Palästina oder verteidigen ihn gar als jüdische Selbstverteidigung und sie schieben die Schuld am Ukrainekrieg einseitig dem bösen, bösen Putin in die Schuhe. 
Bei mir heißen die „Guten“ Bürgerkinderchen. Sie sind politisch naiv wie minderjährige Rotzlöffel, denen zu den politischen Geschehnissen nur moralische Diffamierungen wie „der Verrückte in Moskau“ einfallen. Sie sind so konformistisch, daß sie selbst die Suspendierung von Grundrechten widerstandslos hinnehmen. Von politischer Analyse wissen sie nach Jahrzehnten der Verblödung in der kapitalistischen Spektakelgesellschaft (Hollywood etc.) soviel wie ein Elefant vom Mäusemelken. Es macht überhaupt keinen Sinn darauf zu warten, dass sie sich gegen die Kriegstreiberei der Antieliten wenden. Sie unterstützen sie sogar.  
Wer etwas für die Verbesserung der globalen Lebensverhältnisse tun will, sollte nach Kräften den globalen Süden in seinem Befreiungskampf gegen das völkermörderische westliche Imperium unterstützen, auch ohne und gegen die Bürgerkinderchen. Nicht stumpfsinnige Ganoventreue mit dem heimischen Mafiaclan wird gebraucht, sondern ein universaler Humanismus. Die reaktionäre Ganoventreue der deutschen Sozialdemokratie zum deutschen Kaiserreich hat schon am Anfang und am Ende des ersten Weltkrieges eine humanere Entwicklung der globalen Gesellschaft verhindert.  
Universalen Humanismus zeigten jene tausende erwachsenen und politisch hellwachen Bürger, die am Samstag in München für die Solidarität mit Kuba, Palästina, Venezuela und alle anderen vom Völkermordwesten unterdrückten und ausgebeuteten „Verdammten dieser Erde“ und gegen den verbrecherischen westlichen Imperialismus demonstrierten.  
Die von der imperialistischen Lebensweise verwöhnten Bürgerkinderchen werden schon irgendwann merken, dass nicht mehr ihre westlichen Mordgenossen die weitere Entwicklung der menschlichen Gesellschaft bestimmen, sondern der globale Süden. Spätestens dann, wenn sie ihre Bananen selbst anbauen müssen.  

 

Dienstag, 10. Februar 2026

Die Bürgerkinderchen gehen wählen

 Die größten psychosozialen, politisch wirksamen Gebrechen heute sind Infantilität, Entfremdung, Konformismus/Normopathie, Indoktrination, Dogmatismus, Ideologie, Heuchelei, Rassismus, Mobbing, Intrigantentum; Unwissenheit; Borniertheit, Ignoranz; Gewohnheitssucht, politische Unterwürfigkeit, Sektiererei, Narzissmus, Machtgier; Angstphobien, Depressionen, Burnout. Symbolisch generalisiert durch meinen Begriff „Bürgerkinderchen“. Natürlich muss nicht jedes Bürgerkinderchen von allen diesen Gebrechen gleichzeitig geplagt sein. Es genügt schon diese Auswahl: 
  
Bürgerkinderchen sind infantil wie minderjährige Rotzlöffel, die nicht mit rationalen Argumenten, sondern mit moralischen Diffamierungen, also beispielsweise „böser Putin“ oder „der Verrückte in Moskau“ oder „ich hasse die AFD“ (oder die Kommunisten oder was auch immer) daherkommen. 
 
Sie sind konformistisch bis zur Unterwürfigkeit. Selbst Grundrechte geben sie auf Verlangen der Obrigkeit ohne weiteres preis. 
 
Sie stolpern orientierungslos durch die politische Wirklichkeit wie Blinde durch fremdes unwegsames Gelände. Von Frieden auf Krieg schalten sie auf Kommando in 0 Sekunden um. 
 
Sie sind durch die allgegenwärtige Spektakelgesellschaft (Hollywood etc.) so verblödet worden wie einst das Volk von Rom durch Brot und Spiele. 
 
Sie wurden während ihrer Sozialisierung so vollgepumpt mit kapitalistisch-neoliberaler Ideologie (Marktwirtschaft über alles, über alles in der Welt), dass ihnen alles andere als unmöglich erscheint.  
 
Deshalb fallen sie auf immer wieder die gleichen Sprüche herein. Im laufenden Bayreuther Stadtratswahlkampf wollen sie mal wieder eine Ringbuslinie. Von der wissen Kundige seit Jahrzehnten, dass sie der sternförmigen Ausrichtung des Bayreuther Verkehrs widerspricht. 
 
Vor allem aber schaffen sie es, sich im Kommunalwahlkampf auf so weltbedeutende Angelegenheiten wie Kindergartenplätze, Hundekot auf Bürgersteigen und fehlende Abstellplätze für Fahrräder zu fokussieren. Dass währenddessen die USA einen Krieg gegen den Iran vorbereiten, der ohne weiteres zum alles vernichtenden Weltkrieg ausarten kann, blenden sie in ihrer grenzenlosen Ignoranz aus. Jetzt geht’s erst einmal ums Wohlfühljoggen mit Ricarda Lang in der Stadt. 
 
Der Versuch, mit ihnen und ihren Politclowns die Gesellschaft intelligenter, sozialer, demokratischer und ökologischer gestalten zu wollen, ist so erfolgversprechend wie der Versuch, mit einer Bolzplatzmannschaft die Champignons League gewinnen zu wollen.  
 
Lasst sie ruhig an die nächste Front joggen. Das passende Outfit haben sie jetzt. Nur so werden wir sie los. 

Wie lange schweigen die Guten noch?

 Die Frage, gestellt in einem Artikel der Nachdenkseiten, ist naiv. Die „Guten“ haben immer geschwiegen. Solange Hitlers Armee einen erfolgr...