Die
amerikanische Weltdiktatur
Was Gaza für Israel, ist die dem Westen
unterworfene Welt für das US/NATO-Imperium: besetztes Land. Visualisiert wird
diese Besetzung durch die mehr als 800 Militärstützpunkte außerhalb der USA.
Konzentriert sind sie an den Grenzen jener Länder und in Regionen zu finden,
die von den USA als Konkurrenten, Feinde oder besonders wichtig für die
Erhaltung ihrer "Hegemonie" identifiziert wurden: China, Russland,
Nordkorea, Westasien, Europa. Der Begriff "Hegemonie" verdeckt, dass
es sich in Wahrheit um eine Weltdiktatur handelt, die vor allem auf der
militärischen Übermacht der USA und der NATO beruht. Angetrieben wird dieses
Imperium der Apokalypse von seiner Führungsmacht USA. Vom Imperium der
Apokalypse spreche ich, weil die Politik dieses Imperiums auf einen globalen
Atomkrieg zusteuert, also auf die planetare Apokalypse und das verbrecherische
Wirken dieses Imperiums in den nichtwestlichen Ländern schon immer als
apokalyptisch wahrgenommen wurde.
Beginnt die
Apokalypse bereits?
Gerade in den letzten Tagen hat der demente Imperator
Joe Biden der Ukraine erlaubt, mit amerikanischen Raketen Russland zu
beschießen. Programmiert werden müssen sie von amerikanischem Personal, weil
ukrainisches Kriegspersonal das nicht kann und keinen Zugriff auf amerikanische
Satellitendaten hat. Damit sind die USA Konfliktbeteiligte im Krieg gegen Russland
geworden. Der Kongress, der allein eine Kriegserklärung an einen anderen Staat
beschließen darf, wurde nicht beteiligt, die Bevölkerung der USA sowieso nicht.
Der Titel „The grand chessboard“ eines Buches von Zbigniew Brzeziński,
ehemaliger Berater mehrerer US-Präsidenten, darüber, wie die USA zur einzigen
Weltmacht werden können, sagt aus, daß die Herrschenden der westlichen
Zivilisation das Spiel um Krieg und atomare Apokalypse als ihr Spiel
betrachten, von dem die Gesellschaften ausgeschlossen werden müssen; denn die infantilisierten,
konformistischen, mit den Ablenkungen der Spektakelgesellschaft ruhig
gestellten Bürgerkinderchen wissen sowieso nicht, was gespielt wird. Die Teilnahmslosigkeit,
mit der die Bürgerkinderchen das Spiel der Herrschenden mit dem atomaren Feuer
hinnehmen, deutet daraufhin, daß sie damit recht haben. Der Umgang mit ihren Gesellschaften
ist für die Herren der Welt Social Management, was für sie so viel bedeutet wie
Viehmanagement.
Der besagte Beschluss war wahrscheinlich nur
ein weiterer Schachzug, mit dem der Zusammenbruch der ukrainischen Armee
hinausgezögert werden soll, bis Donald Trump im Januar 2025 als Präsident
antritt. Sollte Russland darauf zu heftig reagieren, könnte das, so die
Hoffnung des gegenwärtigen Präsidenten Joe Biden und seiner Berater, den zukünftigen
Präsidenten Trump davon abhalten, den Ukrainekrieg so schnell zu beenden, wie
er es geplant hat. Den bösartigen Zynismus, mit der das alles durchgezogen
wird, kennen die Bürgerkinderchen von der Netflix-Serie „Game of Thron“, ist
also etwas Normales für sie.
Auch nach der russischen Demonstration durch
die Zerstörung des ukrainischen Rüstungskompexes Dnipro Yuzhmash mit der
neuesten Hyperschallrakete „Oreshnik“ kehrt in den Büros der NATO, des tiefen
amerikanischen Staates und des Weißen Hauses keine Vernunft ein. Weil Russland
ihnen nicht den Gefallen tat und zuerst zu nuklearen Waffen griff, sondern auf
die Kriegserklärung des Westens konventionell und äußerst eindrucksvoll
antwortete, überlegen sie jetzt, den
atomaren Krieg selbst zu eröffnen, indem sie die Ukraine mit Atomwaffen
ausstatten. Sie wollen den dritten Weltkrieg beginnen, bevor Trump sein
Präsidentenamt antritt und die Lage deeskaliert. Wir werden von Psychopathen
regiert, an deren Spitze ein dementer Kriegsverbrecher steht, dessen seit
langem zu beobachtende Bösartigkeit durch seine Demenz noch einmal potenziert worden
ist.
Kolonialisierung
Begonnen hat die Geschichte dieses Imperiums
der Apokalypse mit der Kolonialisierung der nichtwestlichen Welt durch
europäische Mächte wie Spanien, Portugal, England, Frankreich und Niederlande.
Damit begann auch die ursprüngliche Akkumulation, die den europäischen
Kapitalismus überhaupt erst ermöglichte. Die Geschäftsmethoden waren die der
Mafia: Erpressung, Unterdrückung, Gewaltherrschaft, Ausbeutung, Versklavung,
bewaffneter Raub, Zwangsarbeit, Totschlag, Mord und, als Alleinstellungsmerkmal
der politökonomischen Mafia, Völkermord. Im kolonialisierten Indien wurden
allein an die 160 Millionen Menschen durch die britische Gewaltherrschaft
umgebracht. Indien war vor der englischen Eroberung das nach China
wirtschaftlich zweitstärkste Land auf diesem Planeten. Die Engländer versenkten
es gewalttätig in einem Meer aus Hunger und Elend. In Süd- und Nordamerika
wurden Hunderte indigene Völker ausgerottet. Millionen afrikanische Menschen
wurden unter mörderischen Bedingungen als Sklaven nach Süd- und Nordamerika verschifft.
Wirtschaftlich prosperierende Länder wurden zerstört und gewalttätigen
Kolonialregimen unterworfen, ausgebeutet und ihrer Reichtümer beraubt. Auch
heute leben die Menschen im Westen weiter von der imperialen Ausbeutung des
Nichtwestens, imperiale Lebensweise genannt. Ablesen kann man es an so
einfachen Dingen wie Bananen und Kaffee. Die wären unter fairen
wirtschaftlichen Bedingungen vielfach teurer als unter den herrschenden
ausbeuterischen Gegebenheiten.
Kapitalismus
Man muß bei der Analyse der
Triebkräfte der USA als erstes bedenken, daß es ein Land ist, das in seiner
kurzen Geschichte immer ein kapitalistisches Land war. Es gab zwar in einem
wichtigen Teil des Landes das Sklaventum wie im Altertum. Das prägte aber weder
diesen noch den Teil, der in raschem Tempo auf der Grundlage von Lohnarbeit und
kapitalistischer Ausbeutung eine immer mächtigere Industrie aufbaute. Im
amerikanischen Bürgerkrieg wurde die Sklavenarbeit dann auch beseitigt, weil
sie die weitere Expansion des Industriesektors behinderte. Von keinen
nichtkapitalistischen Normen, Traditionen und Regeln behindert, konnte sich der
Kapitalismus in den USA wie nirgendwo sonst zur gefühlslosen, lebensfeindlichen
und weltbeherrschenden Megamaschine entwickeln.
Wie in jeder Maschine sind
auch die Abläufe in der Megamaschine fix, sie sind nicht veränderbar. Maßgeblich
bestimmt werden sie vom kapitalistischen Wertgesetz und der kapitalistischen
Warenzirkulation. Das Wertgesetz will, daß der Mehrwert jedes kapitalistischen
Unternehmens immer mindestens die durchschnittliche Mehrwertrate erreichen muß.
Sinkt sie darunter, werden „Maßnahmen“ zu ihrer Wiederherstellung ergriffen, um
das Ausscheiden aus dem kapitalistischen Wettbewerb, also die Insolvenz zu
verhindern.
Der Zwang zum immerwährenden
Wachstum resultiert aus der kapitalistischen Form der Warenzirkulation und der
Konkurrenz: „Die einfache Warenzirkulation - der Verkauf für den Kauf -
dient zum Mittel für einen außerhalb der Zirkulation liegenden Endzweck, die
Aneignung von Gebrauchswerten, die Befriedigung von Bedürfnissen. Die
Zirkulation des Geldes als Kapital ist dagegen Selbstzweck, denn die Verwertung
des Werts existiert nur innerhalb dieser stets erneuerten Bewegung. Die
Bewegung des Kapitals ist daher maßlos“( http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_161.htm).
Die Konkurrenz bewirkt, daß sich jeder Kapitalist daranhält.
Dagegen zeigt ein Blick auf
die absoluten Zahlen, dass die Menschheit eher ein Verteilungsproblem hat, als
dass ihre Wirtschaftsleistung noch sehr viel mehr gesteigert werden müsste.
2023 betrug das globale Bruttoinlandsprodukt nach Angaben von Statista 104,5
Billionen US-Dollar. Wenn das derzeitige Wachstumsniveau anhält, wird die
globale Wirtschaft schon in gut zehn Jahren noch einmal um die Hälfte zulegen.
Doch schon jetzt müsste eigentlich kein Mensch mehr in Armut leben. Umgerechnet
auf die Weltbevölkerung entfielen 2023 auf jede Person mehr als 13.000
US-Dollar, in Kaufkraft-Paritäten bis zu 15.000 US-Dollar. Der Bedarf der Menschen
interessiert die Megamaschine aber nicht. Wenn man mit zwei produzierten Autos doppelt
so viel Profit machen kann, werden eben zwei produziert, auch wenn nur eines
gebraucht wird. Bisher war es immer möglich, auch das zweite mit expansiven
Methoden profitabel loszuwerden. Auch das ist, neben der Ausbeutung von ökologischen
und menschlichen Ressourcen, eine Triebfeder des kapitalistischen Imperialismus.
Was das für die Natur und die menschlichen Gesellschaften in aller Welt an
Leid, Not und Elend bedeutet, interessiert die Megamaschine nicht, sie kann es
nicht einmal erkennen.
Begleitet wurde dieses
Wachstum der kapitalistischen Megamaschine von Ideologien, mit denen
sich die politökonomische Mafiaelite der USA das Recht gab, die Welt zu
unterjochen, seine Ressourcen exklusiv an sich zu reißen und eine Weltdiktatur
anzustreben, die sie beschönigend „regelbasierte Weltordnung“ nennt.
Exzeptionalismus
Er drückt sich beispielsweise im Statement
des damaligen Präsidenten Barack Obama (2009 - 2017) vor den Offiziersanwärtern
in West Point 2014 aus: „Ich
glaube mit jeder Faser meines Wesens an die amerikanische Ausnahmestellung.
Aber was uns außergewöhnlich macht, ist nicht unsere Fähigkeit, internationale
Normen und die Rechtsstaatlichkeit zu missachten; es ist unsere Bereitschaft,
sie durch unser Handeln zu bestätigen.“ Obama knüpft damit an die
Auffassung der ägyptischen Pharaonen an, sie selbst seien die Verkünder und die
Verkörperung der einzig gültigen kosmischen Weltordnung und damit über jede
Kritik erhaben. Seine Auffassung von Rechtsstaatlichkeit und internationalen
Normen schickte Obama mit Mörderdrohnen. Die Adressaten waren danach tot. Er
stand damit fest in der mörderischen Tradition aller US-Präsidenten seit George
Washington.
Manifest
Destiny
war ein Begriff, der Mitte des 19.
Jahrhunderts den in den USA weit verbreiteten Glauben beschrieb, dass die
Vereinigten Staaten eine besondere Mission zur Expansion nach Westen hätten. Für
die ursprünglichen Amerikaner, auch gerne Indianer genannt, bedeutete das Krieg,
Vertreibung, Einsperrung in Konzentrationslager, Reservate genannt, und
Völkermord. Ihre Lebensgrundlagen wurden gezielt zerstört, so zum Beispiel die
riesigen Büffelherden, die über den Kontinent zogen. Eine andere Methode war,
sie mit Krankheiten anzustecken, gegen die sie nicht immun waren, wie die
Pocken. Nach der finalen Verschiebung der kontinentalen „Frontier“ bis zur
Pazifikküste wurden die völkermörderischen Methoden der Indianerkriege auf die
ganze Welt übertragen.
Monroe-Doktrin
Aus der ursprünglichen Philosophie des
Manifest Destiny, des gottgewollten Auftrags, das Land westlich der ehemaligen
Kolonien einzunehmen, wurde ein natürliches Recht auf weltweite Expansion
abgeleitet. Als erstes wurde die neue „Monroe-Doktrin“ mit Blick auf Südamerika
definiert, heute gilt sie für die ganze Welt. Sie besagte, daß Südamerika ein
exklusives wirtschaftliches Einflussgebiet der USA sei und sich die
europäischen Länder gefälligst aus den südamerikanischen Angelegenheiten
herauszuhalten hätten.
Der amerikanische Imperialismus und der
Aufstieg zur einzigen Weltmacht scheinen zwangsläufig ein Ergebnis dieser
Ideologien zu sein. Doch diese Ideologien ziehen nicht mehr, sie haben sich
selbst ad absurdum geführt mit den völkermörderischen Kriegen des Imperiums,
seiner Willkürherrschaft, die absurderweise "regelbasierte Weltordnung"
genannt wird, ihrem grausamen Terrorismus seit 350 Jahren. Das tonangebende
US-Imperium hat sich in Gaza endgültig in ein grauenhaftes, nihilistisches
Terrorimperium verwandelt.
Die
imperiale Willkürjustiz
Mit Blick darauf, dass die Internationale
Justiz inzwischen manchmal auch gegen den Westen entscheidet, beginnen Berlin,
Washington und die NATO mit dem Aufbau von Parallelstrukturen. So soll ein
Sondertribunal eingerichtet werden, um Russlands Angriff auf die Ukraine
aburteilen zu können. Es soll nur zu diesem Zweck installiert werden; so sollen
Klagen wegen des Führens völkerrechtswidriger Angriffskriege gegen den Irak
oder Jugoslawien verhindert werden. Damit verabschiedet sich der Westen vom
Gedanken der Gleichheit aller Staaten vor dem Völkerrecht (Der juristische
Arm der NATO).
Konterkariert wurden diese Bemühungen um eine
Sonderjustiz der NATO durch die vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH)
erlassenen Haftbefehle gegen den israelischen Premierminister Netanjahu und seinen
Ex-Verteidigungsminister Joaw Gallant. Der IStGH greift damit erstmals einen
strafwürdigen Tatbestand auf, bei dem westliche Politiker als mutmaßliche Täter
zugange waren (Erstmals
gegen den Westen). Sonst ging er immer nur auf verbrecherische Politiker
des globalen Südens los und gegen Russland (siehe oben). Dagegen wiederum empörte
sich der westliche Imperator Joe Biden. „Die
USA würden keinen Haftbefehl vollstrecken, gab die Sprecherin des Weißen
Hauses, Karine Jean-Pierre, zudem bekannt“. Das Imperium schützt seine
Völkermörder.
Neoliberalismus
und Megamaschine
„Gleichwohl ist in der Gegenwart eine
Ideologie entstanden, die auf einer sehr viel abstrakteren Ebene eine
Parallelität zur Geschlossenheit pharaonischer Ideologie aufweist, nämlich die
neoliberale Ideologie, die eine Alternativlosigkeit von Herrschaft durch eine
hochgradig entpersonalisierte Form einer Naturalisierung und ›Theologisierung‹
von Macht zu rechtfertigen sucht. Diese Ideologie hat gegenwärtig die Weisen
des gesellschaftlichen Weltverstehens monopolisiert und eine geradezu
hegemoniale Dominanz im politischen Denken entfaltet. Der Sozialhistoriker
Perry Anderson hat sie als »die erfolgreichste Ideologie der Weltgeschichte«
bezeichnet.“ (Mausfeld, Rainer. Hybris und Nemesis: Wie uns die
Entzivilisierung von Macht in den Abgrund führt - Einsichten aus 5000 Jahren
(S.158). Westend Verlag. Kindle-Version.) Kern dieser
neoliberalen Ideologie ist das US/NATO-Imperium.
„Herrschaft durch eine hochgradig
entpersonalisierte Form“ ist ein anderer Ausdruck für die Megamaschine, wie sie
zum ersten Mal von Lewis Mumford in „Der Mythos der Maschine“ genannt wurde.
Aber egal, wie man die „Naturalisierung und Theologisierung“ auch nennen mag.
Klar ist, daß die Megamaschine nicht zu ändern, zu verbessern oder gar zu
humanisieren ist. Und klar ist auch, daß die Psychopathen an der Spitze des
kollektiven Westens ihre Weltdiktatur nicht freiwillig aufgeben werden. Sie sind
nur noch einen Hauch davon entfernt, die Menschheit umzubringen. Wir müssen die
Strukturen der Megamaschine zerstören und die Psychopathen ins nächste Irrenhaus
wegsperren.